Politisches – Gedichte
Europa
Europa
du Heimat vieler Sprachen
Künste, Kulturen, Religionen
und Weltanschauungen
die hier alle zusammenleben
in friedlicher Offenheit und Toleranz
Mit deiner beeindruckenden Geschichte
und all den großen Momenten
aber auch vielen Konflikten
Eine Entstehung
aus vielen Köpfen und Händen
auf die wir alle zurückblicken können
Lange, lange Zeit
ein Motor der Welt
wirtschaftlich, künstlerisch und geistig
Mit gar vielen Errungenschaften
auf die man nur stolz sein kann
aber auch Hässlichkeiten
die man nie vergessen sollte
Und heute wo deine Völker
sich über die Grenzen
die Hände reichen
Und die vielen anderen
aus aller Welt
dauerhaft willkommen heißen ?
Wo gehst du hin
in einer Zeit
in der die Menschen endlich erkennen
daß es auch ein WIR gibt
Ein WIR das sich über die ganze Erde spannt
Wo es auf alle ankommt
jeden Kontinent, jede Nation
und auf jedes Volk
so klein es auch sein mag
Was könnte deine Aufgabe sein
in diesem WIR der Milliarden
nach diesem Jahrhundert der Schmerzen
aber ebenso Fortschritten und Entwicklungen
von denen man früher nur träumen konnte
Die aber auch Probleme bringen
und uns alle weltweit herausfordern
Du Heimat großartiger Menschen
mit all ihren Möglichkeiten
und ihrem großen Potential
das in jedem einzelnen steckt
Du Europa
geeint über alle Grenzen
und gebaut mit vielen Brücken
Ein Traum, eine Idee, ein Ziel
und auch ein Wunsch
in den Köpfen vieler
der vor allem
aus ihren großen Herzen kommt
Du wirst deinen Weg finden
Europa
Denn es sind diese Herzen
die ihn auch gehen werden
Krieg und Frieden
Sie reden vom Krieg
ohne Unterlass
Ihre Münder sind voll
mit den immer gleichen Worten
und denselben faulen Argumenten
Sie bereiten ihn auch vor
indem sie Waffen kaufen
um sehr viel Geld
Ohne im mindesten
an die zu denken
die damit kämpfen sollen
Müssen erst unzählige sterben
und noch viel mehr verwundet
mit tausendfach erlittenen Leid
Und welche Gefühle
pflanzt man so
in die Herzen der Menschen
für eine lange Zeit
Wann werden sie aufhören
unter unseren Augen
ständig ihre Armeen aufzurüsten
Wann werden sie aufhören
uns alle anzulügen
und immer weiter
in den Krieg zu reden
Ihre Stimmen erzählen uns
beinahe täglich
daß ein Krieg
wann und wo auch immer
ein Mittel wäre
um Frieden zu schaffen
und um ihn zu erhalten
Und fühlen im Innersten
daß das nicht wahr sein kann
Eine feiste Unwahrheit
gegen alle Logik
gegen alle Menschlichkeit
Wissen wir Menschen doch
daß alleine der Frieden
der Weg
zu einem dauerhaften Frieden ist
Zukunft
Wir, die wir hier alle sind
denken manchmal an die Zukunft
Zugegeben meist nur die eigene
um die wir uns Sorgen machen
Abhängig vom Alter
in eine nähere oder fernere
Eine persönliche Zukunft
die wir mit unseren Handlungen
Gedanken und Gefühlen
durchaus auch gestalten können
Die Geschichte aber lehrt uns
daß es auch eine Zukunft gibt
die nach uns kommt
weil es einfach immer so war
So wie wir alle
auf die eigene einwirken können
können wir das ebenso
für unsere Kinder und Enkel
ja auch für die Erde tun
Und zwar jetzt
Wie also wollen wir
daß unsere Erben
die nach uns kommen
einmal leben
und unter welchen Umständen
Und wie wollen wir
daß diese Menschen dann
einmal über uns denken
Worte
Oh wie zerredet
ist doch diese Welt
In der die Worte regieren
Diese Waffen
in den Mündern der Menschen
die sie gebrauchen
ohne Unterlass
In diesem Moment
in jeder Sekunde
milliardenfach um den Planeten
In einem Stakkato, einem Geschrei
das nie lauter war in der Geschichte
von dem was sich Menschheit nennt
Ein Geschnatter von Millionen
über Leitungen, Frequenzen, Computern
eine Explosion der Information
produziert weltweit
Kaum zu verarbeiten
geschweige denn zu überhören
ein Meer an Worten
in dem wir versinken
Ein Verbrauch geistiger Ressourcen
am Altar des Marktes, des Profits
wie ein Abgesang auf das
was den Menschen ausmacht
oder ausmachen sollte
Worte die lenken
die immer mehr Ohren finden
und so ganze Völker entwurzeln
weil es auch immer mehr werden
die sie dann in die Tat umsetzen
Wiederholende Worte
allerhöchstens eine Beschreibung
der Welt die wir uns teilen
Wiederholende Worte
und trotzdem nie wahr
weil sie für jeden etwas anderes
je nach Geschichte oder Gemüt
Oh wie ich es verachte
und doch gleichzeitig liebe
dieses ewig schnatternde Volk
das mühelos, gedankenlos
jeden der wunderbarsten Augenblicke
mit seiner Rederei
vorüberziehen lässt
Haltet doch einmal an
mit euren Rufen nach immer mehr
Dämpft euer Geschrei, mit all den
täglichen Nebensächlichkeiten
um besser hören zu können
Auf die mannigfaltigen Stimmen
von überall her, die eindringlich
und immer eindringlicher
eine Umkehr verlangen
Eine Zeit der Besinnung
Weil es sonst
immer schwerer werden könnte
aus dieser unserer Heimat
wieder eine zu machen
in der es sich auch leben lässt
Bausteine
Große Kriege
und bedeutende Schlachten
sind so wie Markierungen
in der Geschichte der Menschheit
Die wie blutige Stachel
in der Erinnerung
noch immer schmerzen
Verbesserungen und Fortschritte
im gegenseitigen Verstehen
der Völker
in der Achtung und im Respekt
sind die bleibenden Bausteine
auf denen wir auch bauen können
Keine Verlierer mehr
Es kann unter uns Menschen
doch nicht darum gehen
sich gegenseitig zu bekriegen
andere zu bekämpfen, zu unterdrücken
und sie so zu Verlierern zu machen
Für unsere Entwicklung
wäre es sicher besser
unser Leben so zu führen
und unser Handeln darauf auszurichten
daß sich eben keiner als solcher fühlt
Sowohl in den einzelnen Ländern
mit ihren verschiedenen Völkern,
in der internationalen Politik
aber auch in unserem
ganz persönlichen Privatleben
Um so vielleicht einmal
unser aller Miteinander
zu einem harmonischen Ganzen zu machen
in dem es dann keine Verlierer mehr gibt
Traurige Augen
Sie schauen traurig in die Kamera
diese Augen eines kleinen Mädchens
Nach einem der vielen Luftangriffe
auf ihr Flüchtlingslager das fast nur
aus schäbigen Zelten besteht
Und ich, ich schaue traurig zurück
Ich würde es nicht aushalten
ihr sagen zu müssen
daß ich nicht mehr für sie tue
als fast täglich an sie
und an die verzweifelte Lage
ihres Volkes zu denken
Brückenbauen
Ein Erdbeben
wie jenes in der Türkei und Syrien
mit unzähligen Todesopfern
noch viel mehr Schwerverletzten
und tausendfachen menschlichen Leid
Mit Städten die in Trümmer liegen
mit eingestürzten Häusern sonder Zahl
Wo es Jahre brauchen wird
und große Mühe
sie alle wieder aufzubauen
zeigt unsere Ohnmacht
vor den Kräften der Natur
die uns unbarmherzig treffen
In diesem Falle eine Grenzregion
mit Konflikten unter den Volksgruppen
die schon lange schwelen
und so leicht nicht befriedet werden können
Mit Unterdrückung, Kampf, mit Hass
endlosen Reibereien
und viel bösem Blut auf beiden Seiten
Jetzt nach dem Beben
in der Katastrophe
im verzweifelten Suchen nach Überlebenden
im ersten Versorgen der Verletzten
stehen die Menschen zusammen
Ist auch der Streit vergessen
und man hilft sich gegenseitig
ohne groß nachzudenken
Warum nimmt man nicht
eine derartige Tragödie
mit all ihrem Jammer
zum Anlass
um sich über die Trümmer die Hände zu reichen
und aufeinander zuzugehen
Die Konflikte zu vergessen
oder sie aufzuarbeiten
so schwer es auch sein mag
Zumindest damit zu beginnen
wenn auch in kleinen Schritten
in eine bessere Zukunft für alle
Erfahren wir nicht alle auch so
genug Leid und Schmerz
von Dingen wie Krankheit, Alter
den Gefahren des täglichen Lebens
und eben solchen Naturereignissen
die praktisch nicht zu verhindern sind
Müssen wir uns dann noch
gegenseitig Leid zufügen
unterdrücken, bekriegen und bekämpfen
egal aus welchen Gründen auch immer
Wir, die wir doch alle gleich sind
gleich im Feiern, gleich im Trauern
mit Träumen, Wünschen und auch Ansichten
die doch in etwa die selben sind
auf der ganzen Welt
Mit dem großen Geschenk der Liebe
die überall ist
die uns allen gegeben ist
und die uns Menschen
doch erst zu Menschen macht
Für
Nicht gegen den Egoismus
für das gegenseitige Verstehen
Nicht gegen die Gier
für die Freigiebigkeit
Nicht gegen die Verachtung
für den Respekt
Nicht gegen die Gewalt
für die Zärtlichkeit
Nicht gegen die Unterdrückung
für die Freiheit
Nicht gegen den Hass
für das Mitgefühl
Nicht gegen den Krieg
für den Frieden
Nicht gegen das Schlechte
für das Gute
Nicht gegen die Gleichgültigkeit
für die Liebe
Zuruf
Bemerkt ihr denn nicht
den heißen Atem des Windes
der euch zuflüstert
viele Worte der Warnung
und immer öfter
zum Sturm sich erhebt
Riecht ihr denn nicht
den Gestank
der aus euren Maschinen kommt
aus Autos, Flugzeugen, Schiffen
und die Luft verpestet
Diese Luft die wir doch alle
zum Leben brauchen
Schmeckt ihr denn nicht
den faulen Geschmack des Wassers
das ihr jeden Tag trinkt
Verunreinigt von Elementen aller Art
die ihr immerzu darin entsorgt
ohne an ein morgen zu denken
Seht ihr denn nicht
welche Katastrophe ihr anrichtet
mit eurem gierigen Streben
nach immer mehr und mehr
Ein einziger riesiger Raubzug
nach den letzten Ressourcen
der wenig überlässt
Fühlt ihr denn nicht
tief in eurem Herzen
daß euer Handeln falsch ist
ein Verbrechen gegen euch selbst
gegen euer Gewissen, eure Seele
Und daß es einer Änderung bedarf
bevor es eines Tages
zu spät sein könnte
auf dieser unserer Erde
Hört ihr dann denn nicht
wie dringend sie euch zuruft
tausendfach, mit allen möglichen Stimmen
und das deutlich, nicht zu übersehen
Doch davon abzulassen, umzukehren
und der Natur, unserer Ernährerin
wieder die Achtung zukommen zu lassen
die wir ihr als Menschen
die wir alle glauben zu sein
doch wahrlich schuldig sind
Mein Recht
Es ist mein Recht
von Dingen zu träumen
die ich noch machen will
Und auch davon
wie ich mein Leben gerne hätte
Es ist mein Recht
Meinungen, Ansichten
und Überzeugungen zu haben
die vielleicht einmal
ganz anders sein werden
Es ist mein Recht
meine Gefühle zu haben
angenehme, gute oder schlechte
mit ihnen gut auszukommen
aber auch darunter zu leiden
Es ist mein Recht
etwas abzulehnen von dem ich glaube
dass es nicht richtig ist
Wie ich morgen darüber denke
kann ich jetzt noch nicht wissen
Es ist mein Recht
Freunde zu haben
mit ihnen zu lachen
Probleme zu bereden und vielleicht
manchmal auch zu streiten
Es ist mein Recht
meine eigenen Fehler zu begehen
die ich vielleicht einmal bereue
weil ich es dann besser weiß
Um dann zu versuchen
es besser zu machen
Es ist mein Recht für mich selbst
so viel Zeit zu nehmen wie ich brauche
über mich und mein Leben nachzudenken
So oft und solange ich will
Ob ich davon profitiere oder nicht
Es ist mein Recht
mich mit den Themen zu beschäftigen
die mich im Moment interessieren
und die ich für wichtig halte
Es ist mein Recht
etwas auf meine Art zu versuchen
was vielleicht so oder so
noch niemand gemacht hat
Es ist mein Recht
an das zu glauben was ich will
Mich dahin zu orientieren
was ich für richtig erachte
und vor allem
was mein Herz mir sagt
Solange ich die Gesetze einhalte
und meine Mitmenschen respektiere
ist es mein Recht
mein Leben so zu leben
wie ich es will
Vom Kriege
Beim Ausbruch eines Krieges
egal wo auf der Welt
ist es zu spät
nach dem Frieden zu rufen
oder ihm nachtrauern
Haben denn die Verantwortlichen
oder wir selbst beizeiten
etwas zu seinem Erhalt getan
Für das gegenseitige Verständnis
der Völker gearbeitet und das
über alle Grenzen hinweg
Ein Krieg entsteht nicht über Nacht
jeder hat seine Vorgeschichte
und in der jetzigen Informationsgesellschaft
sind wir alle Zeugen
So gut vernetzt wie wir heute sind
können wir geradezu zusehen
wie sich das ankündigt
und wie so etwas vorbereitet wird
In jedem Krieg
ist das erste Opfer die Wahrheit
und die Desinformation, die Lüge
die erste Gewinnerin
Das ist altbekannt
Unser aller Wahrheit
ist aber seit jeher
der erklärte Wille
unser Leben in Frieden zu leben
Wenn wir diesen Frieden wollen
dann sollten wir auch alle
dafür etwas tun
Spieler
Es gibt auf dieser Welt
Menschen, die meinen
mit ihren Mitmenschen
ihre Spiele treiben zu können
In der vollen Bandbreite
von Schlechtigkeit
die man sich nur vorstellen kann
Meist aus einer
wie sie glauben, Machtposition
mit der sie anderen
ihren Willen aufzwingen
und sich dabei noch voll im Recht fühlen
In der internationalen Wirtschaft
mit ihren Konzernen und global players
kann man das mit offenen Augen
ganz deutlich sehen
Mit denselben Egoismus
spielen diese Leute
dann auch mit der Natur
und all ihren Geschöpfen
Beuten sie aus
mit viel Chemie, unendlichen Tierleid
Ausrottung und verbrannter Erde
auf dem ganzen Planeten
Sie ordnen alles ihrem schier endlosen
Gewinn- und Machtstreben unter
und lassen diejenigen verhungern
die seit Jahrtausenden
in, mit und für diese Natur leben
Daß aber diese
von ihnen so geschundene Natur
ihre eigenen Gesetze hat
das wollen sie nicht sehen
Ebenso nicht daß alle Menschen
und auch sie selbst
von ihr abhängig sind
Bei dem was sie essen, trinken
und bei der Luft die sie atmen
um nur das mindeste zu nennen
Ein Wettrennen
um die letzten Ressourcen
das in den letzten Jahren
immer rasanter wurde
und bis jetzt
von nichts gestoppt werden konnte
Weil diese Leute
alle Hebeln in der Hand haben
und viel Geld damit verdient wird
Millionen auf der ganzen Welt
schauen schon sehr lange
diesem Treiben zu
die direkt Betroffenen meist ohnmächtig
Und können doch nichts anderes tun
als immer öfter demonstrieren
oder sich an die Politiker zu wenden
Meist mit mageren Ergebnis
Umso mehr Aufmerksamkeit
und ja auch Unterstützung
verdient hier die Jugend
jeden Alters
die bereits weltweit
lautstark, einfallsreich
und mit viel Engagement
dagegen angeht
Und das mit vollem Recht
Denn sie sind schließlich diejenigen
die in der Zukunft entscheiden werden
aber auch die Verantwortung übernehmen müssen
Und man kann deutlich sehen
daß sie vorhaben
es einmal anders zu machen
Warum
Was hat er bis jetzt erlebt
mit seinen 18 Jahren
Was hat ihn das Dasein gelehrt
in diesem tristen Flüchtlingslager
in dem er seit seiner Geburt
mit der ganzen Familie dahinvegetiert
Mit all den Widrigkeiten
denen sie da ausgesetzt sind
Wieviele Freunde hat er schon
zu Grabe getragen
Wie sind seine Zukunftsaussichten
seine beruflichen Möglichkeiten
seine Chancen
oder gar seine Träume
Wenn er in dieser Misere
überhaupt noch welche hat
Gestern hat er seinem Leben
ein Ende gesetzt
Sich inmitten einer Menschenmenge
in die Luft gesprengt
Und wir fragen uns fassungslos
Warum ?
Möglichkeiten
Was haben wir heute
nicht alles für Möglichkeiten
ein doch bequemes Leben zu führen
Mit all der Technik
die uns den ganzen Alltag erleichtert
und die so noch nie dagewesen
Menschen früherer Zeiten
egal welcher, würden glauben
sie wären im Paradies
Mit einem derartigen Luxus
der uns jetzt zur Verfügung steht
Und was haben wir heute
nicht alles für Möglichkeiten
in diesem Wohlstand
jeder für sich
ebenso an die vielen Millionen zu denken
die auch heute noch hungern
und elend zugrunde gehen
Neutralität
Ein souveräner, unabhängiger Staat
politisch an niemanden gebunden
und doch zu allen loyal
Eine Nation
die von allen geachtet wird
und auf die man hört
Immer gesprächsbereit, nach allen Seiten
um zu vermitteln
ganz besonders in Krisenzeiten
Sie ist eine für viele Länder
durchaus gangbare Möglichkeit
in dieser Welt ein wichtige
weil auch notwendige Aufgabe zu übernehmen
Ihre Politik
auf den Friedensdienst auszurichten
und sich so für ein gewaltfreies
ein harmonisches Zusammenleben
von uns allen einzusetzen
Heute
Seit es die Menschheit gibt
hat es im Nebeneinander der Völker
immer wieder Zusammenstöße, Reibereien
kleine und große Kriege gegeben
Der Drang nach der Macht
andere zu unterwerfen, zu beherrschen
auszurauben, zu vertreiben
oder gar zu vernichten
war eine Tatsache
die wir bis in die jüngste Geschichte hatten
Aber jenseits aller Befindlichkeiten
der verschiedenen Völker
die es ja immer noch gibt
sind wir jetzt damit konfrontiert
von der ganzen Erde reden zu müssen
Und auch danach zu handeln
Und dabei niemand zu übergehen
weil sie die Heimat aller Menschen ist
Alle haben das Recht gehört zu werden
und in ihrer Heimat
auch in Frieden zu leben
Denn viel mehr als je zuvor
haben heute auch alle,
gemeint ist jeder einzelne,
großen Einfluss darauf
was in einer fernen Zukunft einmal
in den Geschichtsbüchern stehen wird
Krieg
Ein Krieg ist immer möglich
das lehrt uns die Geschichte
und leider auch das Leben
Doch wann beginnt ein Krieg
und wir entsteht er eigentlich
Welche Vorgeschichte, egal wie lang
braucht es denn
daß Menschen, die einander unbekannt sind
schlussendlich dazu aufgerufen werden
sich gegenseitig organisiert zu töten
Und es dann
in aller Grausamkeit auch tun
Sind wir alle wirklich
so leicht zu beeinflussen
daß wir unsere angeborene Humanität
verneinen und total vergessen
Kann man uns so leicht
negative Gefühle wir Neid
Furcht, Hass, Rache
oder Feindschaft der Völker
in die Köpfe pflanzen
Bis wir alle von den Medien verbreiteten
Propaganda und Lügen
die in Kriegszeiten immer mehr werden
schließlich auch glauben
Und einen Krieg gutheißen
oder zumindest akzeptieren
egal wann und wo er
auch immer stattfinden möge
Wenn einmal
bombardiert, marschiert und geschossen wird
ist es zu spät zu fragen
wie er überhaupt entstehen konnte
Alles was dann zu tun übrig bleibt
so sollte es zumindest sein
ist darüber nachzudenken
wie man eine derartige Katastrophe
in der Zukunft verhindern wird können
Denn in einem Krieg
egal welcher Art
gibt es keine Sieger
wie man kurzfristig zu meinen glaubt
Lehrt uns doch die Geschichte
besonders die jüngere
daß daraus nichts anderes
als vielfaches Leid entstehen kann
Daß dann die Sieger
genauso leiden
wie die vermeintlichen Verlierer
und das für eine lange Zeit
Weil er nämlich ein Endpunkt ist
Ein Ende der Menschlichkeit
ein Ende des gegenseitigen Verstehens
ein Ende der Toleranz, des Mitgefühls
der Achtung, des Respekts
und auch ein Ende der Liebe
Während dann unsere Köpfe
damit beschäftigt sind
das Unfassbare zu begreifen
und Worte nur mehr schwer
über die Lippen kommen
leiden unsere Herzen
Ob wir jetzt direkt betroffen sind
oder aus der Ferne zusehen müssen
Sie leiden
ob es uns jetzt bewusst ist oder nicht
Sie leiden darunter
daß es in unserer Welt
noch immer Kriege gibt
Trotz all der großartigen
Fortschritte und Entwicklungen
die wir, in unserer langen, langen Reise
doch wahrlich gemacht haben
Auf die wir alle
wirklich stolz sein können
Und sie werden das immer tun
solange es Kriege gibt
Weil wir damit
weit davon entfernt sind
wie wir Menschen
eigentlich leben wollen
Und noch viel weiter davon
was unser wahres Wesen ausmacht
Das kleine Bisschen
Man kann seine Zeit
auch damit verbringen
sich andauernd zu beschweren
Über die Leute, die Zustände
und wie sie doch schlecht ist
diese Welt
Viele tun das sehr gerne
bleiben aber sonst passiv und träge
Noch mehr Menschen aber
wollen aktiv handeln
und an etwas sinnvollem arbeiten
In den verschiedensten Bereichen
der Gesellschaft
aber auch in der Natur
Weil sie eben alle
unser Zusammenleben, unsere Welt
um das berühmte „ Kleine Bisschen „
besser machen wollen
An alle
Lasst uns
Geschichte schreiben
Erdenbürger in der ganzen Welt
und zusammenarbeiten in aller Vielfalt
Quer durch alle Länder, Sprachen, Religionen
arm oder reich, über die Generationen, Systeme
oder Anschauungen hinweg
Und lasst uns dabei erstarken und erblühen
Lasst uns
die Einigkeit der Völker anstreben
mit Achtung, Respekt und gegenseitigem Vertrauen
und das Miteinander auf der Erde
zu einer gelebten Harmonie machen
Lasst uns
alles daransetzen unsere dringenden Aufgaben,
die immer offensichtlicher werden, zu bewältigen
Wir können ihnen nicht länger ausweichen
Alle gemeinsam, Arm in Arm
einmütig und solidarisch
zum ersten mal
im großen Unternehmen der Menschheit
Ein jeder, wirklich jeder
ist dazu aufgerufen das seine zu tun
ganz nach seinen Möglichkeiten
Rund um die Welt, unser aller Heimat
Lasst uns
auch aus vollster Überzeugung
unsere Herzen öffnen
und alle Menschen
zu Schwestern und Brüdern machen
Eine wirkliche Bereicherung für uns alle
Wir haben es in den Köpfen
in den Händen
und vor allem in unserem Wesen
Lasst uns
daraus ein Jahrhundert machen
auf das wir alle stolz sein können
und an das man noch lange denken wird
In Erinnerung an eine wahrhaft große Zeit
In den Trümmern
Sie stehen in den Trümmern
ihrer zerbombten Häuser
mit nicht viel mehr
als das was sie am Leibe tragen
Angegriffen von der Militärmaschinerie
ihrer Nachbarn die sie vor Jahrzehnten
aus der gemeinsamen Heimat vertrieben
und zu Flüchtlingen gemacht haben
In einem Krieg der kein Ende nimmt
Sie blicken sehr traurig in die Kamera
und schauen so uns alle an
Und deutlich, sehr deutlich
sind ihre stummen Fragen zu hören
wie lange wir ihrem vielfachen Leid
noch zusehen wollen
ohne etwas zu tun
Und nein
sie bekommen keine Antwort nicht
Gemeinsamkeiten
Es kommt schon vor
daß die Spannungen
zwischen den Völkern
und entlang der Grenzen
egal welcher
immer größer werden
Dann sollte man sich vielleicht
auch der vielen Gemeinsamkeiten erinnern
die es schließlich überall gibt
Und gleich mit der ersten beginnen
Dem erklärten Willen der Menschen
ihr Leben auch in Frieden zu leben
Syrien 2024
Was haben wir damals
mit euch mitgefiebert
2011 im arabischen Frühling
Bei den täglichen Berichten
aus euren Ländern, die alle
friedlich demonstrierende Menschen zeigten
Ihr wolltet nicht mehr
als etwas mehr Demokratie
wie wir sie haben
etwas mehr Freiheit
und etwas mehr Luft zum atmen
Was dann daraus wurde
konnte niemand vorhersagen
und hat in dieser schrecklichen Form
sicher auch niemand so gewollt
Viele von euch sind ja
in jenen Tagen zu uns geflüchtet
und wir haben sie ins Herz geschlossen
Und jetzt 13 Jahre später
sehen wir wieder die Berichte
mit jubelnden und hoffnungsvollen Menschen
die alle nichts anderes
als ein friedliches Leben wollen
Und ihr könnt sicher sein
daß wir heute wieder an euch denken
und ebenso hoffen
daß diese Wünsche in Erfüllung gehen